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    • Die Lehren und Weisheiten aus Surat al-Mulk: Die Schöpfung als Ausdruck Allahs absoluter Souveränität

       

       

      Ayat 1 bis 5

      Surat al-Mulk ist die 67. Sura des edlen Quran und die erste des 29. Teils. Dieser Teil des Quran beinhaltet zwei zentrale Überthemen: Das Leben nach dem Tod und das Verborgene (al-Ghayb). Vor dem Hintergrund dieser Themen wird deutlich, dass ein ganz großer Fokus auf der Dawa  und der Verantwortlichkeit eines Jeden, bezüglich seiner eigenen Handlungen, liegt.

      Surat al-Mulk selbst wurde in den Anfängen des Islams offenbart, es handelt sich also um eine mekkanische Sura. Man könnte sie als einen Weckruf beschreiben, der die Menschen darauf aufmerksam machen soll, dass sie nicht für immer leben. Den Menschen wird vor Augen geführt, dass ihr Leben einen speziellen Sinn hat, welchen sie erfüllen sollen. Somit ist Surat al-Mulk ganz eindeutig eine Warnung und Erinnerung an denjenigen, der sie hört oder liest.

      In Hinblick auf Surat al-Qalam, der nachfolgenden Sura, wird noch eine ganz spezielle thematische Verbindung deutlich, die jedoch erst mit Surat al-Qalam selbst erklärt werden soll.

       

      تَبَارَكَ الَّذِي بِيَدِهِ الْمُلْكُ وَهُوَ عَلَىٰ كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ

      Das ewige und sich stetig vermehrende Gute ist Derjenige, Der der Besitzer ist und in Dessen „Yad“ sich das Besitztum (oder Königreich) befindet und Der permanent in der Lage ist, die absolute Macht zu haben.

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    • Die Lehren und Weisheiten aus Surat al-Mulk: Allahs Anregungen zum Nachdenken

       

       

      Ayat 15 bis 22

      An dieser Stelle beginnt im Grunde genommen ein Abschnitt, in dem Allah der Erhabene die Menschen auf verschiedene Art und Weise dazu anregt, nachzudenken und vernünftig zu sein. Er macht auf Sonderheiten in Seiner Schöpfung aufmerksam, Er erinnert und Er stellt (rhetorische) Fragen.

       

      هُوَ الَّذِي جَعَلَ لَكُمُ الْأَرْضَ ذَلُولًا فَامْشُوا فِي مَنَاكِبِهَا وَكُلُوا مِن رِّزْقِهِ وَإِلَيْهِ النُّشُورُ 

      Er ist Derjenige, Der die Erde für euch „dhaloulan“ gemacht hat (…)

      Allah geht nun mehr darauf ein, dass er der Erschaffer ist, indem er beschreibt, was er erschaffen hat. Die erste wichtige Information steckt in für euch. Die Erde wurde exklusiv für uns (die Menschen und die Jinn) geschaffen. Es ist also nicht irgendein Ort, auf den wir drauf geworfen werden. Wäre es so, dann könnte die Erde genauso gut dem Mars gleichen. Nein, vielmehr ist die Erde für uns angepasst worden und Allah erklärt das in diese Aya, wenn es heißt, dass Er uns die Erde „dhaloulan“ ذَلُولًا gemacht hat. „Dhaloulan“ ist etwas, das unterwürfig ist oder etwas, das weich, leicht, sehr einfach oder niedrig ist. Die Erde ist für den Menschen in viererlei Art „dhaloulan“: Erstens ist die Erde leicht zu bereisen und zu bewandern, zweitens ist sie weich und flexibel in dem Sinne, als das wir durch, mit und auf ihr bauen können. Drittens ist sie fruchtbar, sodass wir sie bepflanzen und von ihr ernähren können und viertens ist sie handlich für uns, da sie Stabilität aufweist und uns und unser Schaffen aushält. Kurz gesagt: Die Erde wurde so geschaffen, dass wir auf ihr leben und uns entwickeln können. Uns geht es gut.

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    • Die Lehren und Weisheiten aus Surat al-Mulk: Jede Entscheidung trägt eine Konsequenz mit sich

       

       

      Ayat 6 bis 14

      Während in den ersten fünf Ayat noch Allah mit seinen Eigenschaften im Mittelpunkt steht, befassen sich die nun folgenden mit einem etwas anderen Themen. Es geht um das Handeln und das Treffen von Entscheidungen, sowie die daraus resultierenden Konsequenzen. In den Ayat von sechs bis einschließlich elf werden die schlechten und falschen Entscheidungen mitsamt ihrer Konsequenzen beschrieben. Der warnende Charakter der Sura wird nun das erste Mal in einer sehr imposanten Art und Weise deutlich.

       

      وَلِلَّذِينَ كَفَرُوا بِرَبِّهِمْ عَذَابُ جَهَنَّمَ وَبِئْسَ الْمَصِيرُ

      Und was diejenigen betrifft, die ihren Herren (und Erzieher) ablehnen und verleugnen, für die gibt es die Strafe der Hölle/ Folterkammer – Der Ausgang ist böse und schlecht.

      „Kafarou birabbihim“  كَفَرُوا بِرَبِّهِمْbezeichnet diejenigen, die Allah nicht als ihren „Rabb“ (Herren, Erzieher) annehmen und ihn stattdessen verleugnen. Das Wort „kafarou“ كَفَرُوا bedeutet, die Wahrheit bewusst zu verdecken. Das impliziert, dass die Wahrheit als solche bereits bekannt ist, da man sie ja sonst nicht bewusst verdecken könnte. Folglich sind diese Worte auch ein Appell an das Gewissen des Lesers/ Zuhörers: „Eigentlich weißt du doch, dass Allah dein Rabb ist. Wer hat die Welt geschaffen, denk doch mal nach!“

      Diejenigen, die ihren Rabb also nun verleugnen und ablehnen, für die gibt es die Strafe „jahannam“ جَهَنَّمَ, also die Hölle oder auch Folterkammer. Und Allah beschreibt diese Folterkammer mit „bi2sa al-maseer“ بِئْسَ الْمَصِيرُ. Die Wurzel des ersten Wortes, „bi2sa“ بِئْسَ, ist das Böse oder das Schlechte. „Al-Maseer“ الْمَصِيرُ meint das Erreichen eines Zieles nach langer Zeit. Dies kann man also so verstehen, dass der Moment am Ende der „Reise“ – der Tod – also ein schlechter sein wird.

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